Print oder Digital? Verbraucher wollen die Wahl behalten
Der neue Two Sides Trend Tracker Report 2025 zeigt klar: Papier hat nach wie vor einen festen Platz in der Kommunikation – und wird von vielen Menschen sogar bevorzugt. Befragt wurden weltweit 12.400 Personen in 17 Ländern, darunter auch Länder in Europa. Das Ergebnis: Verbraucher schätzen Print – und wollen selbst entscheiden, ob sie auf Papier oder digital kommunizieren.
Kosten statt Klima
Immer mehr Unternehmen drängen ihre Kundinnen und Kunden in die digitale Kommunikation – oft mit dem Argument „umweltfreundlicher“. Doch 56 % der europäischen Befragten wissen: Dahinter steckt vor allem ein Ziel – Kosten sparen. Nur ein Bruchteil glaubt, dass Nachhaltigkeit der Hauptgrund für den Wechsel ist.
Noch deutlicher wird der Wunsch nach Wahlfreiheit: 76 % der Verbraucherinnen und Verbraucher fordern, zwischen Papier und digital wählen zu können – insbesondere bei Rechnungen oder Kontoauszügen. Und: 65 % sind der Meinung, dass für Papierrechnungen keine Zusatzkosten berechnet werden sollten.
Digitale Überlastung wächst
Der Report zeigt auch die Kehrseite der digitalen Welt:
- 57 % haben Sorge um ihre Datensicherheit.
- 50 % fühlen sich überfordert von der vielen Bildschirmzeit.
- 48 % fürchten gesundheitliche Folgen durch digitale Übernutzung.
Zudem wird die Umweltbilanz digitaler Kommunikation oft unterschätzt: Der IT-Sektor verursacht bereits 4–6 % des weltweiten Stromverbrauchs und über 2 % der globalen CO₂-Emissionen. Hinzu kommt ein Rekordhoch an Elektroschrott – 62 Millionen Tonnen im Jahr 2022, von denen nur ein Fünftel recycelt wurde.
Print als wichtiger Gegenpol
Die Botschaft des Reports: Print und Digital sind keine Konkurrenten, sondern ergänzende Kanäle. Gerade in einer Zeit, in der digitale Erschöpfung zunimmt, bietet Print Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Entlastung. Und: Die Papier- und Druckindustrie in Europa sichert mehr als 640.000 Arbeitsplätze.
👉 Mehr Einblicke gibt es im Two Sides Trend Tracker Report 2025.