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Print-Mailings, die wirken – und zwar lange

Was die CMC Print-Mailing-Studie 2026 über Bestandskunden, Gutscheine und echte Kaufkraft zeigt:

Print-Mailings sind längst kein nostalgisches Werbemittel mehr, sondern ein fester Bestandteil im Performance-Mix vieler Online-Shops, und genau deshalb lohnt sich der Blick auf ihre tatsächliche Wirkung. Die CMC Print-Mailing-Studie 2026 zeigt erneut sehr deutlich, wie stark der physische Werbebrief in der Bestandskundenaktivierung ist, wobei die Grundlage dafür 858.490 versendete Print-Mailings aus 35 Online-Shops im Zeitraum von Ende September 2025 bis Ende Februar 2026 sind.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie gut Print-Mailings Bestandskundschaft zurück in den Shop bringen und welchen wirtschaftlichen Effekt sie dabei erzeugen, und die Antwort fällt eindeutig aus: Print funktioniert zuverlässig und vor allem nachhaltig.

Starke Aktivierung und klare Performance

Die durchschnittliche Conversion Rate liegt bei 4,0 Prozent, wodurch aus einem relevanten Teil der Empfänger:innen tatsächlich Käufer:innen werden, und insgesamt entstanden im Untersuchungszeitraum 34.435 Bestellungen, die direkt auf Print-Mailings zurückzuführen sind. Der physische Kontaktpunkt im Briefkasten zeigt damit weiterhin eine hohe Aktivierungswirkung, auch wenn das Umfeld zunehmend digital geprägt ist.

Noch deutlicher wird die wirtschaftliche Relevanz beim Return on Advertising Spend, der bei 961 Prozent liegt, sodass jeder eingesetzte Euro in ein Print-Mailing im Schnitt 9,61 Euro Umsatz erzeugt. Grundlage dafür ist ein durchschnittlicher Warenkorb von rund 118,79 Euro vor Retoure, und auch wenn Print in der Produktion kostenintensiver ist als viele digitale Kanäle, gleicht sich das über die hohe Conversion und den Warenkorb deutlich aus.

Wirkung über Zeit und auf den Warenkorb

Print-Mailings entfalten ihre Wirkung dabei nicht nur direkt nach dem Versand, sondern über einen deutlich längeren Zeitraum hinweg, denn während 39 Prozent der Bestellungen innerhalb der ersten zwei Wochen entstehen, erfolgt fast die Hälfte der Käufe erst ab der fünften Woche nach Versand. Der Werbebrief bleibt also im Haushalt präsent und wirkt weiter, auch wenn der erste Impuls längst gesetzt ist.

Parallel dazu steigt auch der Warenkorb, da Kund:innen nach Erhalt eines Print-Mailings im Schnitt 24,8 Prozent mehr ausgeben als zuvor, wodurch sich der durchschnittliche Warenkorb von 95,21 Euro auf 118,79 Euro erhöht. Print sorgt damit nicht nur für mehr Käufe, sondern gleichzeitig für höhere Warenwerte, während sich zusätzlich zeigt, dass 8,5 Prozent der Empfänger:innen direkt nach Erhalt in den Online-Shop gehen, häufig über QR-Codes, die den physischen Impuls in einen digitalen Besuch übersetzen.

Unterschiedliche Wirkung je nach Kundschaft

Besonders deutlich wird die Wirkung von Print-Mailings, wenn man die Kund:innen nach ihrem bisherigen Einkaufsverhalten betrachtet, denn die Studie arbeitet hier mit einer RFM-Analyse, die Kund:innen nach Aktualität, Häufigkeit und Wert ihrer Käufe segmentiert und dadurch sehr unterschiedliche Reaktionen sichtbar macht. Während Kund:innen mit niedrigem Kundenwert eine Conversion Rate von 2,1 Prozent erreichen, liegt sie bei Top-Kund:innen bei 8,3 Prozent, wodurch Print besonders stark bei den wertvollsten Kundengruppen wirkt.

Genau hier setzt auch das zentrale Fokusthema der Studie an, nämlich die Frage nach kundenwertbasierten Anreizen, denn unterschiedliche Gutscheinwerte zeigen je nach Segment sehr unterschiedliche Effekte. Bei Kund:innen mit niedrigerem Kundenwert führt ein höherer Gutschein zu einer deutlich besseren Conversion Rate, die um 33 Prozent von 2,1 auf 2,8 Prozent steigt, und auch der Umsatz pro Kampagne verbessert sich leicht.

Bei Top-Kund:innen zeigt sich dagegen ein anderes Bild, da hier ein niedrigerer Gutschein zwar zu einer geringeren Conversion Rate führt, gleichzeitig aber der Return on Advertising Spend nach Abzug der Gutscheinkosten steigt, sodass deutlich wird, dass mehr Rabatt nicht automatisch zu besseren Ergebnissen führt, sondern dass entscheidend ist, wie gut der Incentive zum jeweiligen Kundenwert passt.

Fazit

Unterm Strich bestätigt die Studie ein klares Bild, denn Print-Mailings sind ein stabiler und gleichzeitig leistungsstarker Kanal in der Bestandskundenaktivierung, der messbare Umsätze erzeugt, Warenkörbe steigert und über Wochen hinweg nachwirkt. Besonders stark wird diese Wirkung dann, wenn Print mit einer sauberen Segmentierung und einer durchdachten Gutscheinstrategie kombiniert wird, da sich genau hier seine volle Stärke entfaltet.

Hier geht’s zum Download der Studie.

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